aktualisiert  14.9.2018

Junghahn 2007 

Allgemeines

Mit dem Kauf von 30 Eintagsküken, Zwerg-Welsumer orangefarbig, begann 2003 die jüngste Zuchtaktivität. 2004 wurden 20 Eier getauscht und 20 Eier zugekauft. Im Herbst 2007 wurde ein hv-Hahn von Steinacker (Ausstellung Sinsheim), durch eine Henne von Lenk (Ausstellung Erfurt) und 2 Hähne und zwei Hennen von Guhs (Ausstellung Erfurt) eine erhebliche Ergänzung des eigenen Bestandes vorgenommen. Die neuen Tiere haben alle eine ausgezeichnete Körperhaltung, viel Standhöhe und die so wichtige "Dreiteilung" der Brustfedern. Der heutige Bestand geht auf diese Herkünfte zurück. Durch den Zukauf von 20 Eiern von Kunze/Schnaittach im Frühjahr 2012 wurde ein weiterer Entwicklungsschritt des Bestandes eingeleitet.


Beim Beringen erhalten unterdurchschnittlich entwickelte Tiere keinen Jahresring. Ebenso werden Hennen, die mit 7 Monaten noch nicht legen aussortiert. Wenn dies für eine Vollgeschwistergruppe erkennbar ist werden auch die Eltern und Geschwister aussortiert. Die Küken eines Jahrgangs stammen meist von mindestens 6 Stämmen zu je 1-2 Hennen. Die Jungtiere für das Folgejahr werden aus 2 Schlupfterminen (das ist das Ziel!!!) möglichst im Abstand von max. 2 Monaten gezogen. Erfolgreiche Hennen und Hähne, d.h. nach all den verschiedenen Selektionen (Kamm, Körperform, Zeichnung usw.) und sind noch Nachkommen aus dem 1. Jahrgang da, werden ein zweites evtl. auch drittes Jahr in gleicher oder anderer Paarung eingesetzt. Alle anderen werden nur ein Jahr eingesetzt.
Die beste bisher erzielte Bewertung war im Jahr 2014 hv 96 jeweils für eine Henne und einen Hahn. In den Vorjahren konnten mehrere sg 95 und auch ein hv sowohl bei Hähnen als auch bei hennen erreicht werden. Solche Tiere werden mehrere Jahre eingesetzt. 

 Zuchtstall für 6 Stämme

      

   

Rückblick auf die Zuchtsaison 2007

Das Ziel der Stammzusammenstellung bestand in erster Linie in der deutlichen Verbesserung der Dreiteilung der Brustfederzeichnung bei den Hähnen. Sie war der Hauptkritikpunkt bei den Ausstellungen in der Vergangenheit. Außerdem wurden gezielt die höchstbewerteten Tiere, unabhängig von ihrer Verwandtschaft zusammengestellt. Aus 6 Stämmen (1,2) wurden 60 Kücken aufgezogen. 8 Hähne und 12 Hennen wurden auf Ausstellungen gezeigt (2 x sg 95, 7 x sg 94 und 4 x sg 93). Dies sind die besten Bewertungen, die unsere Tiere bisher erzielt haben. Es waren auch erstmals Großschauen (Hannover, Sinsheim, Erfurt, Leipzig, Landesschau Magdeburg und Dortmund) auf denen die Tiere vorgestellt wurden.

 

Zu verbessern ist die Körperhaltung (Rückenlinie, Schwanzstellung) und die Standhöhe sowohl bei Hähnen und Hennen. Einige Tiere kamen wegen dieser “Wünsche“, sonst aber vieler Vorzüge nicht in den „sg-Bereich“.

    

  

Zuchtsaison 2008

Aus dem eigenen Bestand würde es Jahre dauern bis diese „Wünsche“ verbessert werden können. Deshalb muss in der „Blutergänzung“ ein Schritt nach vorn versucht werden.

 

Bei der Stammzuordnung wurden insbesondere solche eigenen Hähne und Hennen mit den „Neuen“ zusammengestellt, deren Nachzucht bisher schon gute Bewertungen erreicht hatten. Zusätzlich sind Inzuchtpaarungen (Vater-Tochter, Mutter-Sohn, Vollgeschwister usw.) zur Verbesserung der Vererbungssicherheit in den Folgegenerationen kombiniert worden. Mit 8 Stämmen (1,2) und geplanten 100 Kücken müsste die Auswahl für die Weiterzucht 2009, dann wieder mit weniger Tieren, groß genug sein. Durch die große Zahl müssten auch die negativen Ergebnisse der Inzucht zu verkraften sein.

 

Wie jedes Jahr ist die Hoffnung für die nächste Generation bzw. die Ausstellungen im Herbst 2008 groß. Durch die Maßnahmen der Blutergänzung und der Inzucht in Verbindung mit viel Nachzucht zum Selektieren sollte es nicht nur bei der Hoffnung bleiben.

  

Über 90 Kücken sind geschlüpft, beringt und die Hoffnungen waren groß. Nach meinen Erkenntnissen ist ein deutlicher Fortschritt in der Körperform, der Standhöhe, der Zeichnung und dem Kammschnitt festzustellen. Groß war die Enttäuschung dann bei den Ausstellungen als die Bewertungen nicht diesen Hoffnungen entsprachen. Scheinbar, dies wurde von mehreren Ausstellern an verschiedenen Schauen beobachtet, sind in diesem Jahr die Beurteilungskriterien für diese neue und kleine Rasse angehoben und dem der rostrebhuhnfarbigen Zwergwelsumer angenähert worden. Außerdem gab es entweder hohe oder niedrige Bewertungen, was natürlich Ärger unter den Züchtern verursacht. Jetzt am Ende, bei Betrachtung der "überlebenden Jungtiere" ist auf ein Mal eine deutliche Verbesserung des Bestandes, der für die neue Saison zur Verfügung steht sichtbar.  Damit haben sich die Hoffnungen doch erfüllt und der alte Spruch "im Herbst werden die Kücken gezählt" hat sich wieder einmal bewahrheitet.

Zuchtsaison 2009  

Von den Neulingen sind ein paar sehr interessante Nachkommen dabei. Erstmals kann auch auf solche Eigenschaften wie ausreichend Farbe, Pfeffferung und Nerv geachtet werden. Der Aufwand des vergangenen Jahres hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt sind ein paar Jahre Konsolidierung notwendig denn die Typenvielfalt ist doch groß geworden. Es lassen sich sehr vielversprechende Stämme zusammenstellen. Vier junge Hähne kommen neben den Hähnen von Steinacker und Guhs zum Einsatz. Die Hennen von Lenk und Guhs sind auch wieder mit dabei.

Zuchtsaison 2010
Durch meine Krankheit am Anfang des Jahres 2010 hat sich die Stammzusammenstellung erheblich verzögert und die Beteiligung an Ausstellungen war wegen der zu jungen Tiere kaum möglich. Da in dieser Zeit gleichzeitig ein Umzug der Ställe und Tiere erfolgte galt es die zeit für die angestrebte Konsolidierung des Bestandes zu nutzen.

Zuchtsaison 2011
Wegen dem verzögerten Umzug sind die ersten Kücken Mitte April geschlüpft. Aber bei der Stammzusammenstellung hat sich gezeigt, dass insbesondere die orangene Farbe und die Dreiteilung inzwischen vorherrschend sind. Mangelnde Standhöhe ist kaum noch ein Kriterium. Mit einem Hahn und zwei Hennen wurde mit dem Bestand Guhs wiederum Blutaustausch durchgeführt. Bei den Vorfahren der heute vorhandenen Tiere findet man immer wieder die selben Hähne und Hennen, die sich sozusagen durchsetzen konnten. Dank der Zucht mit 3 Stämmen und dem Einsatz guter Eltern über mehrere Jahre sind es selten Vollgeschwister, die vermehrt auftauchen. Aber einzelne ingezogene Tiere beweisen die Richtigkeit dieser Methode zur Verfestigung der Rassemerkmale.

Die Nachzucht aus 2011 ist sehr vielversprechend und die Selektion wird schwerer oder anders ausgedrückt es rücken Kriterien in den Vordergrund, die bisher keine Rolle spielen konnten.

Zuchtsaison 2012
Im Frühjahr wurden von Yvonne Kunze, die auf den Hauptsonderschauen 2011 und auch 2012 hervorragende Bewertungsergebnisse erzielen konnte, 20 Bruteier gekauft um die eigenen Selektionsmöglichkeiten im Bestand durch Einsatz verschiedener Tiere zu erweitern. Die gemeinsam aufgezogenen Tiere waren vielversprechend. Die erste Teilnahme auf einer Hauptsonderschau des Sondervereins war, bezogenen auf die eigenen Tiere und deren Qualität vielversprechend. Ein besonderer Erfolg ist die bei den Schauen sehr fachmännisch erledigte Bewertung und die dabei sattfindenden Tierbesprechungen mit Erfahrungsaustausch.  --   Mit den Erfahrungen und den neuen fremden Tieren geht es in die neue Saison.

Zuchtsaison 2013
Ein Stamm mit Kunze-Hennen und dem besten eigenen Hahn sowie 2 Stämmen mit eigenen Hennen und Kunzehähnen sind der Beginn der Übernahme des fremden Blutes. Die beiden anderen Stämme pflegen das eigene alte Blut rein weiter.
Die ersten Ausstellungen zeigen sehr gut, dass das Hereinnehmen des fremden Blutes erfolgreich ist. Schon 3 verschiedene Hähne (jeweils 50 % Kunzeblut aus verschiedenen Konstellationen) haben sg 95 und ein Hahn hat hv 96 bei den Schauen erhalten. Inzwischen sind sie noch ausgereifter und präsentieren sich noch besser. - Dreiteilung, Farbe, Walzenform und Kamm werden überwiegend lobend angemerkt....

Zuchtsaison 2014
Mit 2 Stämmen, bei denen jeweils die "F1"-Tiere (Kunze x eig. Bestand, bzw. umgekehrt) als Rotation zur Verfestigung der neuen Kombination dienen sollen wurde die Saison gestartet. Die eigenen Stämme wurden wie bisher weiter gepflegt.

Erstmals konnten ein Hahn und eine Henne mit hv-Bewertungen von Ausstellungen heimgeholt werden. Neben diesem Erfolg ist der eigentliche Fortschritt an den geringeren Totalausfällen und der im Gesamtbestand gefestigten Dreiteilung, Farbe, Walzenform und Kammausbildung erkennbar. 

Zuchtsaison 2015
Die Rotation der Stämme (Kunze x eig. Bestand, bzw. umgekehrt) wurde fortgesetzt, auch die Pflege der eigenen Bestände. Zusätzlich wurden beide Rotationsstämme aus dem Vorjahr in gleicher Kombination erneut eingesetzt. Mit einem neuen Zuchtversuch, Einsatz silberner Hähne wurde begonnen. Die silbernen F1-Hennen werden bei einem Züchterkollegen in seiner silbernen Zucht eingesetzt. 2-3 silberne F1-Hähne sollen für 2016 eingesetzt werden um orangefarbige Nachkommen (50 %) zu bekommen.

Die Nachzucht in diesem Jahr veranlasst zu großer Freude (vor den Ausstellungen), hat sich doch beim Blick in die Herde die Qualität deutlich verbessert. Beim ersten Blich fallen die nicht optimalen Tiere nicht mehr ins Auge. Früher fand man die guten Tiere erst beim 2. oder 3. Blick in die Gruppe.  -- Mal sehen was die Preisrichter zu den auserwählten Ausstellungstieren sagen?

Die Schauergebnisse haben dem Eindruck des Bestandes entsprochen. Die Ergebnisse waren gut, keine besonderen Spitzen dabei, aber auch wenig Ausfälle.  --   Insgesamt also ein Fortschritt bei der weiteren Verbesserung des Bestandes

Zuchtsaison 2016 

Wie im Jahr 2015 begonnen, wurde der Einsatz der Silberhähne, diesmal die F-1-Hähne, fortgesetzt. Zusätzlich wurden weitere Stämme zur Kombination besonderer guter Merkmale eingesetzt. Insgesamt haben sich so über 140 (davon ca. 40 – 20 orangefarbige -  aus der Silberrückkreuzung) Küken ergeben. Dementsprechend ist in diesem Jahr eine sehr strenge Selektion möglich und auch erforderlich. Nach der strengen Selektion sind zurzeit (Anfang Oktober) noch 19 Hennen und 12 Hähne übriggeblieben.

Bei einem Blick in den Gesamtbestand wiederholt sich der erfreuliche Eindruck des vergangenen Jahres. Die Hennen entsprechen nahezu vollständig dem Hauptrassemerkmal „Form“. Hat man sie in der Hand so wird leider der eine oder andere Schönheitsfehler sichtbar. Auf jeden Fall wird dies eine sehr vielversprechende Muttergeneration für 2017 werden.

Bei den Hähnen sieht es ähnlich aus. Die Zahl der Kriterien, die erfüllt sein müssen um als Hahn eingesetzt zu werden, kann in diesem Jahr wieder weiter erhöht werden. Soll heißen die Zugeständnisse an mittelmäßige Details können weiter eingeschränkt werden. Aus den ca. 70 Hahnküken werden ja nur ganz wenige für das nächste Jahr benötigt, sodass auch über die Hähne eine deutliche Verbesserung zu erwarten sein wird. Erstmals sind aus eigener Nachzucht Hähne mit optimaler Drei-Teilung (schwarz als klar abgegrenzter Tropfen auf der Feder) aus verschiedenen Abstammungen im Bestand. Leider immer noch mit dem Einen oder Anderen Schönheitsfehler behaftet.

Die ersten Ausstellungsergebnisse in diesem Jahr sind vorhanden. Es sind ja nicht nur die gezeigten Tiere, sondern auch die zur Auswahl stehenden bei der Beurteilung des in diesem Zuchtjahr erreichten Fortschrittes zu berücksichtigen. Zumindest aus Züchtersicht ist das Fazit sehr positiv und ein erfreulicher Fortschritt erkennbar.  --   Die Früchte aus den Tierbesprechungen bei den Sonderschauen reifen heran. Mal sehen, ob die Preisrichter das in diesem Herbst ähnlichsehen. Aber die Konkurrenz schläft ja auch nicht. -- Durch die Geflügelgrippe ist es leider bei den wenigen ersten Ausstellungen geblieben.

Zuchtsaison 2017 

Der positive Eindruck des Vorjahres hat sich bei den Hennen fortgesetzt. Der größte Teil der Hennen hat eine ausgezeichnete Form. So konnte eine Henne bei der Hauptsonderschau in Büttstedt auch ein "v" erringen. Auch die Pfefferung und die Federbreite haben sich weiter im Bestand verbessert. Leider sind die Kämme noch uneinheitlich. Bei der Auswahl der Eltern für 2018 wird dies ein Schwerpunkt. Weniger gut sah es bei den Hähnen aus. Sie waren nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Deshalb haben es auch nur 4 geschafft für 2018 eingesetzt zu werden.

Zuchtsaison 2018 

Der Fortschritt der vergangenen Jahre setzt sich fort. Es ist erstaunlich wie manche Fehler, sowohl bei Hennen als auch bei Hähnen,  kaum noch vorkommen und jährlich die Ansprüche an die Qualität der Tiere steigen. Für die Endauswahl der Elterntiere für das neue Zuchtjahr stehen immer mehr Tiere zur Auswahl. So macht ZÜCHTEN Spaß, wenn man den Fortschritt so erkennen kann.  --  Jetzt sind nur noch bei den Ausstellungen entsprechende Ergebnisse zu erzielen. Dabei kommt es nicht so sehr auf einzelne Spitzenbewertungen an, sondern auf den Schnitt der ausgestellten Tiere und aus wie viel Tieren sie ausgewählt wurden.